Neutestamentliche Wurzeln
Das Sakrament der Versöhnung hat eine wechselvolle Geschichte im Laufe der Kirchengeschichte erfahren. Im Letzten geht es zurück auf Jesus Christus, von dem das biblische Zeugnis überliefert, dass er Menschen ganzheitlich das Heil geschenkt hat. Er konnte Menschen körperlich und seelisch aufrichten. Er hat ihnen in Vollmacht die Vergebung ihrer Sünden zugesprochen, seelische Wunden geheilt und gerissene Beziehungen zur Gemeinschaft erneuert. Auch auf die Apostel und damit ihre Nachfolger, die Bischöfe, und deren Mitarbeiter, die Priester, hat er diese Vollmacht übertragen.
Die Beichte ist also, richtig verstanden, ein heilendes, heilsames und versöhnendes Sakrament. Gott selbst spricht, gleich dem barmherzigen Vater, die Vergebung zu. Dies geschieht äußerlich mit den Worten der Lossprechung durch den Priester innerhalb der Beichte.
Formen des Sakramentes
Als Formen des Sakramentes der Versöhnung gibt es zum einen die Beichte im Beichtstuhl. Die Angebote dafür entnehmen Sie bitte der Gottesdienstordnung. Es ist immer ein Beichtgespräch, in dem der Priester mit dem Beichtenden über sein Leben ins Gespräch kommt.
Bußgottesdienste
Die Feier der Bußgottesdienste ist in den letzten Jahrzehnten eine gut angenommene Form der Gewissenserforschung geworden. In unserer Gemeinde werden in der Advents- und Fastenzeit Bußgottesdienste angeboten. Nach den Bußgottesdiensten kann ein Beichtgespräch erfolgen.